Vom 14. bis 16. April fand in Berlin die re:publica ‘10 statt. Die re:publica ist eine Konferenz mit über 2.500 Teilnehmern und mehr als 200 Rednern, die sich im Schwerpunkt mit der “digitalen Gesellschaft” beschäftigt, ihr Potenzial erörtert, ihre Entwicklungen beobachtet und Risiken debattiert.
Für uns als PC-Manufaktur Frankfurt bot sich hier die Chance, vor und mit einem Fachpublikum, dem der Umgang und die Nutzung von Computer und Internet selbstverständlich ist, das eigene Konzept des Kinderzimmer-Computer und der Inititative “Kinder online Laufen lernen” zu diskutieren und durchaus auch kritisch zu hinterfragen.
Aus dem Veranstaltungsprogramm:
Erzieherische Verantwortung im digitalen Zeitalter. Ein Vortrag mit Workshop über die Nutzen und Risiken von PC, Internet und Social Web im Kinderzimmer. – Ein Blick auf die Gefahren und mögliche Schutzmaßnahmen, ein Überblick über aktuelle Software- und Hardware-Lösungen für Kindersicherheit (und ihre Grenzen) und viele offene Fragen: Ab wann sollte ein Kind an den Computer? Was und wie lange darf es spielen? Was bietet das Mitmach-Internet gerade für Kinder an Chancen und Risiken? Was können Multimedia-Geräte heute schon, was Eltern nicht wissen? Wo beginnt erzieherische Verantwortung und wo endet sie an einer zu schützenden Privatsphäre des Kindes? Und nicht zuletzt: Wie kann man Medienerziehung gestalten, ohne immer nur zu verbieten? – Ronny Schmelzer und Alexander Endl von der PC Manufaktur Frankfurt geben Hilfe zur Selbsthilfe aus ihren Erfahrungen bei der Konzeption eines »Kinderzimmer Computer« für Eltern mit Kindern ab 6 Jahren.
Die Erkenntnisse aus diesem Workshop sind für die eigene Arbeit wertvoll. Vor allem wurde deutlich, dass ein Bedarf nach Aufklärung über Kinder und Computer dringend besteht. Während Eltern aus der Generation “digital natives”, also die, die das Netz und den Computer bereits in ihren Alltag integriert haben, sich bereits dezidiert mit der Gestaltung dieser “neuen Realität” beschäftigen, stehen viele Kinder und Jugendliche vor der Situation sich diese Welt entweder selbst erschließen zu müssen oder von ihr abgeschnitten zu sein. Der Zugang erfolgt dann – ebenso unkontrolliert und ohne pädagogischen Ansatz – über Freunde oder in der Freizeit.
Der Satz eines Workshop-Teilnehmers, dass das Internet wie ein “Maserati sei, der allen Kindern wie einem Fahranfänger irgendwann vor die Tür gestellt wird, ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen”, ist sehr charakterisierend für die Situation. Viele Kinder werden nur unzureichend bis gar nicht an die Nutzung herangeführt, dann aber wird der Schlüssel zur Nutzung überreicht – eine Nutzung, die nach Überhabe nur noch maximal zeitlich begrenzt wird. Den Eltern fehlt schlicht die Medienkompetenz um zu erziehen und später zu beurteilen, was das Kind eigentlich macht.
Aktuell gehen Veranstaltungen für Eltern meist mehr in eine warnende, ja fast Panik vor all den lauernden Gefahren machende Richtung, wie uns ein Workshopteilnehmer aus eigener Erfahrung berichtete. Daraus entsteht bei den oft eh bereits überforderten Eltern ein Abschreckungsszenario statt Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Bitte eines Teilnehmers, auf Basis unseres Workshops selbst eine kostenlosen Informationsabend für Eltern in seinem Umfeld machen zu dürfen, haben wir daher gern entsprochen. Wer dies auch tun möchte, kann gerne bei uns anfragen.
Im Folgenden die Slides unserer Präsentation, für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


